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Ich liiiiebe B-Bender. Wirklich, ich liebe sie! Nicht, dass ich gleich drei davon zu Hause hätte… na ja, vielleicht doch. Aber ganz ehrlich: Eine Gitarre mit einem B-Bender eröffnet ungeahnte klangliche Möglichkeiten und erweitert den musikalischen Horizont enorm. Und das Beste? Dein Publikum wird dich dafür lieben. Glaub mir. So, jetzt gibt’s ein bisschen Geschichte, keine Sorge, sie ist gar nicht so trocken!
Das B-Bender-System wurde 1967 vom Schlagzeuger und Feinmechaniker Gene Parsons zusammen mit dem Gitarristen Clarence White entwickelt, um dessen Fender Telecaster mit einer mechanischen Bending-Vorrichtung auszustatten. Im Gegensatz zu den übrigen Saiten endet die H-Saite (B-Saite) nicht direkt an der Brücke, sondern läuft durch eine spezielle Verankerung, die über einen gefederten Hebel mit dem oberen Gurtpin verbunden ist. Dieser Mechanismus befindet sich unter einer großen Metallplatte auf der Rückseite der Gitarre. Wird der Gitarrenhals nach unten gedrückt, erhöht sich die Spannung der H-Saite um einen Ganzton (zwei Bünde) bis zum Cis. Dadurch lassen sich die typischen Klänge einer Pedal-Steel-Gitarre sowie die legendären Country-Bends erzeugen, und natürlich noch vieles mehr.
Der ursprüngliche Parsons/White StringBender wurde 1968 an Leo Fender lizenziert, ging jedoch nie in Serienproduktion. Gene Parsons fertigte und installierte das System daraufhin selbst weiter und lieferte schließlich mehrere hundert Exemplare an den japanischen Hersteller Tokai Gakki, der sie in einigen seiner Gitarren verbaute.
Ende der 1980er Jahre nahmen Parsons und sein Geschäftspartner Meridian Green erneut Kontakt zu Fender auf und trafen den Gitarrenbauer Fred Stuart im neu gegründeten Fender Custom Shop in Kalifornien. Gemeinsam bauten sie rund 200 Clarence White Telecaster mit dem Parsons/White StringBender. Aufgrund des Erfolgs entschied sich Fender schließlich für ein Serienmodell. Parsons und Green überarbeiteten den Mechanismus, um den Einbau zu vereinfachen, und lizenzierten ihn als Parsons/Green B-Bender an Fender. Die erste Fender Nashville B-Bender Telecaster wurde 1996 produziert.
Diese Fender American Standard B-Bender Telecaster ist ab Werk mit dem Parsons/Green B-Bender ausgestattet – einem der besten B-Bender-Systeme überhaupt. Das Modell erschien 1996 und wurde bereits 1998 wieder aus dem Programm genommen. Die Gitarre besitzt einen massiven Erlenkorpus mit den klassischen 1952er-Telecaster-Konturen, einen einteiligen Ahornhals mit Ahorngriffbrett und verrundeten Griffbrettkanten, eine Mensur von 25,5 Zoll (648 mm) sowie 22 Medium-Jumbo-Bünde. Die Hardware ist vollständig original, lediglich die Tonabnehmer wurden gegen aktive EMGs ausgetauscht. Dadurch ist diese Tele ein echtes Kraftpaket mit enormem Attack, beeindruckender Dynamik und außergewöhnlich vielseitigen Klangmöglichkeiten.
Die Gitarre wurde offensichtlich ausgiebig gespielt, genau so, wie es sein sollte. Das Vintage-White-Finish zeigt an einigen Stellen authentische Spielspuren und ist dort ausgeblichen bzw. abgetragen, was ihr eine wunderschöne Patina verleiht. Auch die Pickups weisen ehrliche Saitenkontaktspuren auf. Die Bünde wurden professionell abgerichtet und befinden sich in ausgezeichnetem Zustand. Sie spielt sich traumhaft, liegt hervorragend in der Hand und ist insgesamt ein echtes Schmuckstück.
Diese super Gitarre kommt mit eine Fender-Koffer.
Funktionen:
- rare 1996-1998 B Bender Telecaster
- killer PARSONS/GREEN B Bender
- solid alder body
- maple neck and fretboard with 9,5“ radius
- original hardware
- non original EMG pickups
- recrowned frets in perfect condition
- Fender hardcase incl.